Vorstellung Günter A.

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Dan
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Vorstellung Günter A.

Beitragvon Dan » Mi 11. Mai 2016, 09:13

Ich erlaube mir folgende Nachricht einzufügen die ich als E-Mail über das Forum erhalten habe:

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Habe seit 1955 eine Radikalhöhle und bin von 1948 bis 1955 7 Mal operiert
worden. Bis 1972 hat es kein Ohrenarzt geschafft, das Ohr trocken zu legen.
Wässriger und eitriger Ausfluss ueber die Jahre ließen nicht nach und jeder
Arzt hatte seine eigene Methode, geholfen hat nichts.
1972 bin ich durch Zufall Herrn Dr.Hofacker, Berlin Tempelhof, Theodor
-Frankestrasse 2 in die Hände gefallen, der wurde zu einem Glückstreffer.
Der Dr. Hofacker war der Erste, der mir erklärt hat, was alles mit meinem
Ohr passiert ist und auch mal einen Hoertest veranlasst hat. Das
Trockenlegen hat fast ein Jahr gedauert bei 2 mal in der Woche der Besuch
in der Praxis.
Leider ist aber Herrn Dr. Hofacker ,noch seiner Nachfolgerin, seiner
Tochter, eingefallen, mich von den Fortschritten in der HNO Medizin zu
erzählen und mir so die über 60 jährige Taubheit auf dem linken Ohr nicht
erspart hat. Wiederum durch Zufall hat meine Frau einen Vortrag über
diverse Möglichkeiten mit Keramik und Titan im Seniorenseminar der
Fachhochschule Wildau in der Heilkunde allgemein gehabt und so haben wir im
Internet geblättert und sind auf den Aufbau der Radikalhöle gestoßen.
Durch weitere Aufklärung unserer Ohrenaerztin sind wir dann nach Berlin
Buch in das Helios Klinikum zu Herrn Professor Dr. Bloching. Nach
gründlicher Untersuchung bin ich am 29.04.2016 operiert worden. Bis jetzt
ist alles super Habe alles sehr gut überstanden. Heute wurde die Tamponade
entfernt und die Fäden wurden gezogen. Am 19.05. 2016 schaut sich der
Professor seine Arbeit an und ich bin zuversichtlich.

Günter A.

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Re: Vorstellung Günter A.

Beitragvon Dan » Mi 11. Mai 2016, 09:21

Hallo Günter, vielen Dank für deine Nachricht.
Was wurde denn bei der OP gemacht. Eine Erneuerung und Verkleinerung der Radikalhöhle?

Du bist also von 1972 bis 2016 nicht operiert worden... das ist doch schonmal eine starke Errungenschaft!

Erzähl doch mal bitte wieso du dich von Prof. Bloching hast operieren lassen. Wurde er dir empfohlen? Ich müsste demnächst auch wieder operiert werden, momentan tendiere ich mich in Bochum operieren zu lassen (leider fällt mir gerad der Name des Professors nicht ein).

Grüße
Daniel

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Re: Vorstellung Günter A.

Beitragvon Dan » So 22. Mai 2016, 11:44

Günter hat mir eine Mail zu meinen Fragen geschickt. Ich erlaube mir wieder den Inhalt hier rein zu kopieren:

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die Geschichte meines linken Ohres ist ein abendfüllender Roman und hat schon 1945 angefangen. Ich hatte immer wieder Ohrenschmerzen und mir wurde mit Hausmitteln geholfen. Es scheint ja auch immer geholfen zu haben, bis ich dann 1948 in Papenburg im Februar von Dr. Völker wegen der Chronischen Mittelohrvereiterung erstmals operiert wurde. Das Eitern hat aber nie aufgehört und ich hatte immer zum Winter wieder eine Eiterbeule hinter dem Ohr. Also wurde auch immer wieder aufgeschnitten und gereinigt. ich bin dann auch zum Ohrenreinigen immer in die Ambulanz ins Krankenhaus gegangen, immer nach der Schule. Ich bin fast ständig mit der schwarzen Ohrenklappe zu erkennen gewesen.

1955 war ich dann in einem Lehrlingsheim in Delmenhorst/ Adelheide. Dort ging es im Novembermit dem Ohr wieder los und der HNO Arzt Dr. Meyer Bothling hat dann die Radikalhöhle angelegt. Leider bin ich dann im Frühjahr 1956 wieder zurück nach Papenburg zu Dr. Völker. Obwohl ich auch hier wieder in ständiger Behandlung war, konnte das Ohr nicht trocken gelegt werden Ich bin auch nach Leer gefahren, aber auch dort war alles vergebens. Unten am Bodensee in Friedrichshafen, wo ich ein paar Jahre war, wurde vieles versucht, doch nichts hat geholfen. Bin dann weitergezogen nach Berlin, und hier ist es mir auch nicht anders ergangen. Ich hab es dann mit den Arztbesuchen aufgegeben und hab versucht, so gut es geht, den Gehörgang mit Wattestäbchen selbst zu reinigen und auch ständig Watte im Ohr gehabt und die Watte mehrmals am Tag gewechselt.
Mit der Öfteren Mandelentzündung begann, zwar noch nicht bewusst, meine Glückssträhne. Der HNO Arzt Dr. Hofacker wurde meiner Frau von einer Kollegin als kinderfreundlich empfohlen, und so begann auch für mich ein neues Kapitel meiner Ohrengeschichte. Es wurde mir an Hand von Bildern erklärt, was bisher so alles geschehen ist und was nun zu folgen hat. Auch ein Hörtest wurde gemacht. Der Arzt hat mir erklärt,dass es eine lange und nicht endene Behandlung werden wird, und er nicht feststellen möchte, dass ich selber noch einmal Hand anlege. So bin ich mindestens zwei Mal in der Woche in die Praxis nach Tempelhof gefahren und das über ein Jahr lang. Dann war mein Ohr trocken und ich brauche nur noch so alle sechs Wochen hin. Es kommt schon mal vor, dass es mal wieder nässt wenn ich erkältet bin, aber da gibt es ja meinen Arzt. Aber nun macht das die Tochter ebenso super.
Wegen der Radikalhöhle hatte ich ja im Herbst mit ihr gesprochen , und sie meinte dazu nur, sie hätte nicht gedacht, dass ich mich in meinem Alter noch mal Operieren lassen würde. Sie hatte sich schwer getäuscht. Sie hat mir dann Professor Bloching in Berlin Buch empfohlen, und so bin ich halt zu dem. Ob das Gehör wirklich wieder wird, kann ich noch nicht sagen, die Stimmgabel an der linken Kopfseite war schon mal lauter als rechts. Am 19. 05. ist der nächste Termin beim Professor und dann bin ich mal gespannt.

Grüße aus dem Land Brandenburg

Günter Arlt


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